Auf die Perspektive kommt es an…..

Pferd

Auf dem Rücken eines Pferdes schaut doch alles gleich anders aus..

Ich hatte vor einem Jahr einen schweren Reitunfall, der mich ziemlich beschäftigt hat, ich konnte lange Zeit nicht richtig gehen und mein Bewegungsdrang war einigermaßen eingeschränkt. Zu allem anderen, wie etwa, mich in Geduld zu üben (zählt nicht zu meinen größten Stärken), meinen Ängsten (wird das wieder so wie es vorher war?) hat es mich sicherlich wieder einmal - Demut gelehrt...

Vor kurzem war es dann wieder soweit: Urlaub in der Sonne in Ägypten, wo der Unfall voriges Jahr passierte. Eine Woche war ich damit beschäftigt, mir zu überlegen, wieder aufs Pferd zu steigen, oder lieber nicht.

Meine Gefühle waren eine Hochschaubahn, allerdings hat mir mein Herz immer klarer gesagt, tu es, das ist wichtig für dich, dich mit deiner Angst zu konfrontieren. Mein Hirn hat genau das Gegenteil gesagt... 😕

Als ich dann schließlich auf der schönen Stute Natascha saß, war alles gut, ich habe mich wohlgefühlt, war wahnsinnig stolz, meine Angst überwunden zu haben.

Ich wollte diese sehr persönliche Geschichte auf meinem Blog teilen, da sich für mich 2 Erkenntnisse wieder bestätigt haben: 1) vertraue der Stimme deines Herzens und 2) lass die Ängste nicht dich beherrschen, sondern schau ihnen ins Auge, auch wenn es manchmal hart ist. Die Belohnung ist dir sicher!

In meiner Medizin versuche ich Menschen dabei zu unterstützen, sämtliche Perspektiven ihrer Erkrankung zu beleuchten, sich die Sonnen,-und Schattenseiten anzusehen, die Ängste anzunehmen. Es trägt enorm zum Heilungsprozess bei, mit sich selbst ehrlich zu sein, sich Dinge, die man vorher nicht sehen wollte, einzugestehen.

Alles hat im Leben immer mindestens 2 Seiten, viele unterschiedliche Perspektiven und noch mehr Möglichkeiten mit ein und derselben Situation umzugehen.

Viel Freude beim Möglichkeiten ausprobieren! 🙄

1 Comment

  1. Veröffentlich von Maria Radlspoeck am Februar 24, 2019 um 6:59 pm

    Yes! Vielen Dank für diese Erzählung, die ermutigend ist, dass wir uns immer wieder mit unseren „ Schattenseiten“ konfrontieren. Angst gehört nicht zu den von uns geschätzten Gefühlen, doch sie ist Teil unseres Seins und sobald ich mich damit auseinandersetze, mich konfrontiere, verliert sie an Mächtigkeit!
    Danke !

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