Von Ritualen und Berührungen

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Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir denken darüber nach was wir im alten Jahr zurücklassen wollen, was wir ins Neue Jahr mitnehmen und was neu entstehen darf.

Für mich war es zum Beispiel ganz wichtig, dass meine alte Homepage, die mich doch einige Jahre begleitet hat, noch 2018 vom Netz geht. Ich finde solche Dinge haben symbolhaften Charakter.

Wir Menschen, die wir in unserer hoch technischen Welt leben, brauchen eben immer noch unsere Rituale, wie auch unsere Vorfahren, so ist das nun mal...

Die Wissenschaft schreitet rasant voran, natürlich wird auch die Medizin immer technischer, oft wird aber nicht mehr  an die Einfachheit und "Medizin" einer menschlichen Berührung gedacht, auch das ist ein schönes Ritual. Ein "das wird schon wieder gut", eine einfache menschliche Geste der Zuneigung trägt jedenfalls einen großen Teil zur Gesundung bei.

Für mich gehört es immer noch zum Ritual einer ärztlichen Untersuchung dazu die Menschen zu berühren, anzugreifen, obwohl natürlich jedes bildgebende, diagnostische Verfahren mehr "sehen" kann, als der Mensch und doch "sehen und spüren wir vielleicht Dinge, lesen zwischen den Zeilen, wenn wir uns auf unser Gegenüber ein wenig einlassen und uns Zeit nehmen.

Das gilt übrigens nicht nur für die ärztliche Praxis, sondern auch für den Alltag in sämtlichen zwischenmenschlichen Beziehungen:

Nehmen wir uns als Neujahrsvorsatz wieder mehr Zeit füreinander und denken daran, dass eine liebevolle Geste eine gesundheitsfördernde Wirkung hat, und zwar für die Gebenden, als auch für die Nehmenden.

 

Ich wünsche uns allen ein wunderbares Jahr 2019

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