Gelassener werden…..

Gelassener werden...

What happened, happened, what didn´t happen, didn´t happen, so what?  Just breeeeeaaaatheeee...

Einfache Worte gelassen ausgesprochen von einem tibetischen Mönch. Gehört von mir auf einer Meditation App.

Eigentlich hatte ich ja vorgehabt in diesem Blog nach meiner langen Sommer-Blog-Pause über Ernährung zu schreiben. Ich dachte mir, das gehört einfach zum Thema meines letzten Blogs, healthy ageing.

Nun ja, aber irgendwie hat es nicht gepasst für mich, ich hatte wohl eine Schreibblockade  😉 Und da ich endlich! begonnen habe, regelmäßig zu meditieren, beginnt frau sich wohl irgendwie zwangsläufig 😆 mit der Gelassenheit auseinander zu setzen. Plötzlich war sie da, die Lust wieder einen Blog zu schreiben....

Gelassener zu werden war schon immer eines meiner Lebensziele, mit mehr oder weniger Erfolg. Tatsächlich ist es jedoch so, dass es sich einfacher und sicher glücklicher lebt, wenn man/frau nicht alles so eng sieht und gewisse Dinge an sich vorbeiziehen lassen kann. Gesünder lebt es sich jedenfalls allemal.

Ich habe nun ein paar Punkte zusammengefasst, die meiner Meinung nach, für mehr Gelassenheit  unerlässlich sind.

Punkt 1: sich selbst wichtig aber nicht zu wichtig zu nehmen 😆 🙄 😆 oder jeder Mensch darf so sein, wie er oder sie ist

Immer wieder kommen wir in Situationen, die uns traurig und/oder wütend machen, oder uns das Gefühl geben hilflos oder nicht gut genug zu sein. Es kommt oft vor, dass andere Menschen das in uns auslösen. Sie drücken sozusagen „unsere Knöpfe“.

Eine gute Strategie ist in diesem Fall sicherlich mal tief durchzuatmen, wie eingangs der weise Mönch bereits sagte. Sich auf die eigene Atmung zu konzentrieren ist der erste Schritt, um zur Ruhe zu kommen, wir verankern uns im Körper und spüren uns selbst wieder. Das schafft eine gewisse Distanz zu unseren Emotionen. Dann kann sich auch die Ratio wieder einschalten: Was ist hier mein Anteil und was gehört mir gar nicht???  Sich daran zu erinnern, dass wir alle unseren sprichwörtlichen Rucksack mit uns herumtragen. Vielleicht hatte die andere Person ein oder mehrere schlechte Erlebnisse zuvor und wir bekommen das ab?

Uns selbst gut zu spüren und wahrzunehmen, was "abgeht", heißt nicht, dass wir uns nicht schützen dürfen. Es kann gut und sinnvoll sein, sich aus Situationen und Umgebungen zurückzuziehen, die uns zu diesem Zeitpunkt nicht guttun. Ich erachte dies sogar als essenziell für unsere mentale und körperliche Gesundheit!

Punkt 2: wir müssen uns nicht die Lasten von anderen Menschen aufbürden

Dies ist natürlich eng verknüpft mit dem ersten Punkt. Allerdings ist es mir ein Anliegen, darauf noch extra einzugehen.  Es kann vorkommen, dass Menschen ihre unterschiedlichen oft negativen Gefühle bei uns deponieren wollen. Aggression im Straßenverkehr, Opferrolle von Familienangehörigen oder FreundInnen und ein wunderbares Spielfeld ist natürlich der Arbeitsplatz. All das sind wunderbare Gelegenheiten um Gelassenheit zu üben. Just breeeeeeaaaaathe!

Ich kann Empathie empfinden und mich trotzdem abgrenzen! Ein hehres Ziel, ich weiß, manchmal gelingt es besser als andere Male. Auch macht die Übung und die eigene wachsende Bewusstheit die/den MeisterIn.

Tatsächlich ist es doch die größte Herausforderung, unser eigenes Leben zu leben und uns mit unseren eigenen Themen zu beschäftigen, nicht wahr?

Punkt 3: lasst uns den Humor nicht verlieren, gerade dann, wenn es besonders schwierig fällt

und

Punkt 4: wir können es lernen gelassener zu werden, und zwar unter anderem mit Meditation.

Das ist die wunderbare und gute Nachricht.

Ich probiere es täglich aus und merke, dass es besser wird mit meiner Gelassenheit.....

Immer wieder höre ich von meinen PatientInnen: Das kann ich nicht, ich kann meine Gedanken nicht zur Ruhe bringen, ich kann nicht still sitzen usw.

Mein Tipp ist: einfach mal die eigene Erwartungshaltung herunterschrauben. Jeder Mensch kann meditieren, davon bin ich überzeugt und es bringt auch jedem Menschen etwas, davon bin ich ebenfalls überzeugt.  Wichtig ist, sich die ersten Male, idealerweise zur immer gleichen Zeit hinzusetzen und einfach zu beginnen...es gibt mittlerweile eine wirklich große Auswahl an  Meditation Apps, die frau/mann gut für sich nützen kann.

Auch gibt es immer mehr Studien, die die tatsächliche Wirksamkeit belegen.

Ich würde mir wünschen, dass wir uns alle mehr damit auseinandersetzen, wie wir gelassener werden können, das würde unsere Welt sicher zu einem friedlicheren Ort machen.....

Hier geht es zu meinen anderen Blogs

4 Comments

  1. Veröffentlich von Eva G. am Oktober 3, 2019 um 4:01 pm

    Es macht Spaß, Deinen Blog zu lesen. Du schreibst, wie Du sprichst!
    Mach bitte weiter, ich mag das …
    Fühl Dich gedrückt 🤗

    • Veröffentlich von Dr. Barbara Steyrer-Fauth am Oktober 7, 2019 um 3:07 pm

      Liebe Eva, vielen Dank für Deine lieben Worte! Das freut mich und ich werde sicher weitermachen….

  2. Veröffentlich von Maria Radlspöck am Oktober 4, 2019 um 7:25 pm

    Liebe Barbara, mit großem Interesse bin ich in den angenehm ruhigen Fluss deines Blogs eingestiegen – habe deine Worte/ Inhalte genossen und mir zum Herz gehen lassen und als ich zu dem ( für mich) viel zu frühen Ende kam merkte ich, dass allein das Lesen mich schon ruhiger gemacht hat und ich danke dir für die ermunternde Anregung zur Meditation, mal sehen, wann ich beginnen werde 😊😉😁

    • Veröffentlich von Dr. Barbara Steyrer-Fauth am Oktober 7, 2019 um 3:10 pm

      Liebe Maria, es ist schön zu lesen, dass Dich mein Blog berührt hat und danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, mir einen Kommentar zu schreiben!

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